Spiroergometrie

Bei der Spiroergometrie fährt der Proband wie beim Belastungs-EKG auf dem Ergometer. Im Unterschied dazu wird bei dieser Untersuchung zusätzlich die Atemgaskonzentrationen und Atemvoloumina der Ausatemluft über eine spezielle Maske gemessen. Gemessen werden dabei unter anderem die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max), als Maß für die Leistungsfähigkeit im aeroben Bereich und derrespiratorische Kompensationspunkt (RCP), als Schwelle zur anaeroben Energiebereitstellung, welche zur Übersäuerung des Blutes führen kann. Der RCP gibt nicht den Bereich der maximalen Sauerstoffaufnahme an, sondern einen submaximalen Bereich, bei dem eine Belastungsintensität für ungefähr 60 – 120 Minuten aufrechterhalten werden kann (Steady State). Er charakterisiert somit die Langzeitausdauer oder Dauerleistungsgrenze und ist vergleichbar mit der Anaeroben Schwelle.

Zur Anwendung kommt die Spiroergometrie z.B. in folgenden Fällen  

  • Liegt eine krankhaft reduzierte Leistungsfähigkeit vor wie zum Beispiel bei Belastungsasthma, Koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, arterieller Ruhe- beziehungsweise Belastungshochdruck, respiratorische Gasaustauschstörungen, obstruktive oder restriktive Ventilationsstörungen, können weiterhin Hinweise darauf gesucht werden, ob die Limitation kardialen, pulmonalen oder kardial-pulmonalen Ursprungs ist.

  • Präventive Untersuchung des Herz-Lungen-Systems (Sportmedizinische Untersuchung)

  • prä- und postoperative kardiopulmonale Leistungsbeurteilung

  • Belastungsdosisempfehlungen von Patienten (zum Beispiel im Rahmen von Herzgruppen)

  • Trainings(dosis)empfehlung für Sportler

 

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