Herzkatheteruntersuchung

Herzkatheteruntersuchung - Ballondilatation und Stentimplantation


Sollte eine Herzkatheteruntersuchung notwendig sein, so führt diese Herr Dr. Norbert Gruber ambulant im Herzkatheterlabor des Katahrinenhospital Stuttgarts durch. Alle Voruntersuchungen werden dabei in der Praxis durchgeführt, sie kommen direkt zur Untersuchung ins Katheterlabor. Eine Übernachtung ist nur notwendig, falls eine Stentimplantation durchgeführt werden musste.


Was ist eine Herzkatheteruntersuchung?

Eine Herzkatheteruntersuchung ist eine Untersuchungsmethode des Herzens. Häufig ist der „Linksherzkatheter“ gemeint (wird auch „großer Katheter“ genannt) wenn vom Herzkatheter gesprochen wird. Der „Rechtsherzkatheter“ (wird auch „der kleine Katheter“ genannt) kommt durch die moderne Ultraschalltechnik immer wenig zum Einsatz und wird zur Klärung der akuten oder chronischen Rechtsherzbelastung oder auch bei Rhythmusstörungen eingesetzt. Der Linksherzkatheter wird oft mit der Koronarangiographie gleichgesetzt und wird zur weiteren Abklärung des Verdachts auf eine koronare Herzerkrankung (KHK) durchgeführt.


Bei einer Herzkatheteruntersuchung wird in örtlicher Betäubung eine Arterie punktiert, ein dünner Führungsdraht wird in das Gefäß eingeführt. Über diese Schleuse wird dann der Herzkatheter bis zum Herzen vorgeschoben. Kontrastmittel, das in die Herzkranzgefäße (Koronararterien) gespritzt wird, lässt Verengungen oder Verschlüsse in den Herzkrankgefäßen auf den Röntgenaufnahmen als Kontrastmittelaussparungen bzw. „Gefäßabbruch“ erscheinen.

Die typischen Gefäßzugänge sind die Leistenarterie oder die Armarterie.
In den meisten Fällen werden hochgradige Verengungen der Koronargefäße über einem speziellen Führungskatheter gleich behandelt etwa durch Ballonaufdehnungen und die Implantation von Gefäßstützen „Stents“.
Darüber hinaus können mit Hilfe einer Herzkatheteruntersuchung Erkrankungen des Herzmuskels, der Herzklappen oder angeborene bzw. erworbene Herzfehler diagnostiziert werden.

Nach  der Untersuchung:

Wenn bei Ihnen eine Erweiterung der Herzkranzgefäße (PTCA) vorgenommen wurde, bleiben Sie bis zum nächsten Tag zur Überwachung im Krankenhaus.
Andernfalls werden Sie für 3 - 6 Stunden überwacht und können danach wieder nach Hause gehen.
Auf der Station werden Sie an einen Monitor angeschlossen, der kontinuierlich Ihre Herzfrequenz überwacht und alle 15 Minuten Ihren Blutdruck misst.
Das Pflegepersonal dokumentiert diese Werte über zwei Stunden und schaut dabei nach Ihrem Befinden und auf die Einstichstelle in Ihrer Leiste oder am Handgelenk.
In dieser Phase trinken Sie bitte, wenn nichts anderes verordnet wurde, reichlich Mineralwasser, um das Kontrastmittel schnellstmöglich auszuscheiden.

Um einen komplikationslosen Verlauf zu gewährleisten, müssen Sie bei der Untersuchung über die Leiste für insgesamt mindestens drei Stunden, teilweise bis zu sechs Stunden auf dem Rücken liegen.  Sie dürfen in dieser Zeit den Kopf nicht anheben, um eine Bauchpresse zu vermeiden, die eine Blutung verursachen könnte. Bei Untersuchung über den Arm können Sie in der Regel sofort nach der Untersuchung aufstehen.

Nach der Liegezeit können Sie mit dem Pflegepersonal zusammen aufstehen. Sie bekommen dann eine Mahlzeit. Falls keine Erweiterung der Herzkranzgefäße (PTCA) vorgenommen wurde, können Sie danach nach Hause gehen. Falls Sie ein Beruhigungsmittel bekommen haben, dürfen Sie an diesem Tag leider kein Fahrzeug führen.
Bei Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüchen, Nachblutungen, „Kribbeln“ oder sogar Schmerzen in den Beinen und Schmerzen an der Einstichstelle melden Sie sich bitte umgehend!
Am Abend können Sie Ihr normales Abendbrot zu sich nehmen.

Dauer

Eine diagnostische Herzkatheteruntersuchung ohne therapeutischen Eingriff dauert etwa 45 Minuten.